Heiliger Blasius

Seit dem 14. Jahrhundert ist Blasius einer der 14 Nothelfer im katholischen Heiligenkalender und wird gern zum Schutz vor Halskrankheiten angerufen. Sein Gedenktag ist der 3. Februar.

Vom Leben des Bischofs von Sebaste, der damaligen Hauptstadt der römischen Provinz Armenia (heute Sivas, Türkei), ist nur wenig bekannt, dafür ranken sich viele Legenden um sein Leben. Zur Zeit der Christenverfolgung des Kaisers Licinius soll er beispielsweise in einer Höhle im Gebirge bei wilden Tieren gewohnt haben.

Blasius wurde vom Statthalter Agricola aufgespürt und verhaftet. Er soll noch im Kerker einen Knaben, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte, gerettet haben. 316 wurde er laut Überlieferung mit einem eisernen Kamm gefoltert und dann enthauptet, wobei das genaue Sterbedatum nicht bekannt ist. Vor seiner Enthauptung bat der Bischof, dass alle, die in seinem Namen um Gesundung von Hals- oder sonstigen Krankheiten bitten, geheilt würden. Eine Stimme vom Himmel soll ihm die Erhörung zugesagt haben.

Im Jahr 972 brachte man den Kopf des heiligen Blasius als wertvolle Reliquie nach Dubrovnik, wo sie sich, in Gold gefasst, mit weiteren Reliquien (beide Arme, ein Bein und eine Halsreliquie) im Dommuseum befindet.

Der heilige Blasius ist Schutzpatron der kroatischen Hafenstadt, außerdem Patron der Blasmusikanten, Weber, Tiere und Ärzte, aber auch der Bauarbeiter, Musikanten, Schneider, Schuhmacher, Müller, für eine gute Beichte und gegen Blasen- und Kinderkrankheiten. Ebenso gilt er als Schutzpatron gegen das unpassende Wort – höchst aktuell in Zeiten von Hassrede, „alternativen Fakten“, fahrlässiger Kriegsrhetorik und ungehemmten öffentlichen Beschimpfungen.

Darstellung

Blasius wird häufig im Gewand eines Bischofs mit Stab und Mitra mit zwei gekreuzten oder ineinandergeflochtenen Kerzen dargestellt. Die Kerze geht auf folgende Legende zurück: Ein Wolf verschleppte einst das Schwein einer armen Frau. Durch Blasius‘ Gebet erhielt die Frau das Schwein zurück. Zum Dank brachte sie Kopf und Füße des Schweins mit Früchten und einer Kerze zu Blasius.

Dem heiligen Blasius geweihte Kirchen in der Erzdiözese

Pfarrpatrozinien zum heiligen Blasius, 3. Februar, feiern die Kirchen in Abtenau und die Bürgerspitalkirche in der Stadt Salzburg.

Brauchturm

Blasiusbrezen – gekauft oder selbst gebacken – lassen im tirolerischen Völs die Gottesdienstbesucher segnen. Der Blasiustag galt als Winterende, war aber zugleich – wegen des Namens – von Wind gefährdet. Dagegen sollte das „Windfüttern“ mit Salz oder Mehl helfen, das Opfern von Kerzen sowie das Segnen von Blasiuswasser, Blasiuswein und Blasiusbrot.

Im 16. Jahrhundert entstand der Blasiussegen, der jedes Jahr am 3. Februar in vielen Pfarrgemeinden Österreichs nach dem Gottesdienst gespendet wird. Ein Priester hält dabei zwei gesegnete, in Form des Andreaskreuzes schräg angeordnete brennende Kerzen vor Gesicht und Hals der Gläubigen und spricht dazu die Worte: 

 

Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen.

Bauernregeln

„St. Blasius ist auf Trab, stößt dem Winter die Hörner ab.“

„Kerzensegen im Schnee, Palmkätzchenweihe im Klee!“

„Blasius ohne Regen, folgt ein guter Erntesegen.“

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