Rosenkranzmonat Oktober

Der Rosenkranz ist ein Gebet, das zu allen Zeiten gebetet werden kann und auch gebetet wird. Warum es gerade im Oktober so aktuell ist, hängt mit dem Andachtsfest „Fest der Seligen Jungfrau Maria vom Siege“ zusammen, das von Papst Pius V. (1566–1572) als Gedenktag gestiftet wurde.

Tipp

Den ganzen Oktober über beten die österreichischen Bischöfe
täglich um 18.20 Uhr den Rosenkranz auf Radio Maria.

Das Beten des Rosenkranzes mag vielen, auch praktizierenden, Katholiken, wie ein Relikt aus der Vergangenheit erscheinen. Nicht nur, aber gerade auch zu Zeiten, in denen wir an Scheidewegen stehen, wir besonders belastet sind, kann diese Gebetsform ein hilfreicher Wegweiser, ein Tröster in der Not sein. Vielen Menschen tut es gut, sich mit ihm in die christliche Spiritualität zu vertiefen, sich einzulassen auf eine andere Welt. In gewisser Weise ist der Rosenkranz eine Pilgerfahrt der Seele, ohne auf physischen Pilgerpfaden zu wandern. Und gerade darum ist er noch immer zeitgemäß.

Die heutige Form entwickelte sich im Lauf der Zeit aus frühmittelalterlichen Gebeten. Als Zählhilfe während des meditativen Betens dient der Rosenkranz. Das Wort Rosenkranz stammt vom lateinischen Wort „Rosarium“ (dt. Rosengarten). Rosengewächse stehen in der christlichen Ikonographie vor allem für Maria. Somit ist das Rosenkranzgebet vor allem ein marianisches Gebet.

Der Begriff „Rosarium“ wurde auf die Gebetskette übertragen und ist als „Rosenkranz“ seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Der genaue Zusammenhang ist bis heute unklar. Möglicherweise bestand die Kette ursprünglich aus Rosenblüten, die auf eine Schnur aufgezogen waren. Die älteste schriftliche Erwähnung einer Schnur mit Steinen als Zählkette für Gebetswiederholungen in der lateinischen Kirche schreibt diese Gebetsschnur der angelsächsischen Adligen Lady Godiva († um 1085) zu. 

Warum ist gerade der Oktober der Rosenkranzmonat?

Viele Pfarrgemeinden nehmen den Oktober zum Anlass, dem Rosenkranzgebet wieder mehr Raum zu widmen. Oft erfolgt dies in traditioneller Form vor der Eucharistiefeier jeden Tages. In der Abfolge einer Woche werden am Sonntag und am Mittwoch die glorreichen Geheimnisse, am Montag und am Samstag die freudenreichen, am Dienstag und am Freitag die schmerzhaften und am Donnerstag die lichtreichen Geheimnisse gebetet. Daneben gibt es auch noch die trostreichen Geheimnisse, die den Gläubigen vor allem in schwierigen Situationen Hoffnung geben sollen.

Warum das Rosenkranzgebet gerade im Oktober so aktuell ist, hängt mit dem Andachtsfest „Fest der Seligen Jungfrau Maria vom Siege“ zusammen, das von Papst Pius V. (1566–1572) als Gedenktag gestiftet wurde. Damit wollte er seinen Dank für den Sieg der christlichen Flotte über die Osmanen in der Seeschlacht von Lepanto 1571 ausdrücken. Papst Pius V. schrieb diesen Sieg dem unermüdlichen Gebet der Rosenkranzbruderschaften der Dominikaner zu. 1573 wurde das Fest von Papst Gregor XIII. in „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“ umbenannt. Im Jahr 1913 legte man es auf den 7. Oktober (statt vorher erster Sonntag im Oktober) fest. Davon ausgehend führte Papst Leo XIII. im Jahr 1884 den Oktober als Rosenkranzmonat ein. Papst Paul VI. widmete 1969 dem Oktober als Rosenkranzmonat das apostolische Schreiben „Recurrens mensis october“. Mit dem apostolischen Schreiben „Rosarium Virginis Mariae“ (2002) von Papst Johannes Paul II. wurden die lichtreichen Geheimnisse in das Gebet aufgenommen. Er rief auch 2002/2003 das Jahr des Rosenkranzes aus.

Tipp: Wanderung mit Mehrwert für die Seele Rosenkranzweg Puch-St. Jakob am Thurn

Zu einer besonderen Wanderung lädt der Rosenkranzweg zwischen der Pfarrkirche Mariä Geburt in Puch und der Wallfahrtskirche St. Jakob am Thurn ein. Auf die Spur der freudenreichen Geheimnisse begibt man sich hier inmitten des herbstlichen Waldes. Fünf Granitsäulen tragen witterungsbeständig auf Blech gemalte Bilder von Geburt und Kindheit Jesu und führen so durch die Stationen des Rosenkranzgebets.

Vor allem für Familien mit Kindern, die bereits dem Kinderwagen entwachsen sind, finden sich paradiesische Plätze, die zum Schauen, Staunen, Entdecken und Spielen wie Innehalten gleichermaßen einladen. Die Stecke ist nicht allzu lang (ca. 4 Kilometer) und es sind nur zwei kürzere Steigungen zu bewältigen (insgesamt 131 Höhenmeter im Aufstieg und 59 Höhenmeter im Abstieg).

Auf Betreiben der damaligen Obfrau der Pfarrgemeinde St. Jakob wurde der Weg in Zusammenarbeit mit den Grundbesitzern angelegt und 2006 eingeweiht. Seither finden immer wieder Bittgänge mit Gläubigen aus Puch und St. Jakob statt. Alle, die sich, auch allein oder mit Familie oder Freunden, auf diesen Rosenkranzweg begeben wollen, sind herzlich eingeladen, ihn jederzeit zu nutzen.

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