Leben in der Zeitenwende: Hochschulwochen fragen "Wie geht es weiter?"

Salzburger Hochschulwochen locken heuer vom 1. bis 7. August mit hochkarätigen Referenten wie Gabriel Felbermayr, Detlef Pollack, Julia Knop, Armin Nassehi und dem Schauspieler Lars Eidinger - "Theologischer Preis" geht an David Steindl-Rast.

22.06.2022

SALZBURG (kap) / Es ist wieder ein "Who is Who" aus Theologie, Philosophie, Soziologie und anderen Wissenschaften, das sich bei den heurigen "Salzburger Hochschulwochen" Anfang August in der Mozartstadt einfinden wird. Nach zwei pandemiebedingten "digitalen Sommerfrischen" findet die renommierte Sommeruni wieder "analog" vor Ort statt; und sie stellt sich dabei der großen Frage: "Wie geht es weiter? Zur Zukunft der Wissensgesellschaft". "Es lässt sich ja kaum bestreiten, dass wir in einer Epoche des Umbruchs, einer Zeitenwende leben - und gar nicht so selten mischt sich darunter das Bewusstsein, dass das auch gut ist: So wie bisher kann es nicht weitergehen", heißt es auf der Website der Hochschulwochen zum Programm, das vom 1. bis 7. August in Form von Vorträgen, Diskussionen und Workshops stattfindet.

Unter den Referentinnen und Referenten, die sich dieser Frage widmen werden, sind große Namen wie etwa der Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO), Gabriel Felbermayr, die Erfurter Theologin Julia Knop, der Münsteraner Soziologe Detlef Pollack, die Salzburger Sozialpsychologin Eva Jonas und der Münchner Soziologe Armin Nassehi. Höhepunkte stellen außerdem die Verleihung des "Theologischen Preises" der Hochschulwochen für ein Lebenswerk an Bruder David Steindl-Rast dar sowie das neue Format "Meet the Artist", bei dem der Schauspieler und heurige "Jedermann", Lars Eidinger, in einem moderierten Künstlergespräch mit Studierenden diskutiert. Auch bewährte "Klassiker" des Hochschulwochenprogramms finden sich heuer wieder: so etwa die Verleihung der "Publikumspreise" für den wissenschaftlichen Nachwuchs, Gottesdienste und Feierlichkeiten wie den Empfang von Stadt und Land Salzburg oder das stets stark nachgefragte Sommerfest im Garten von Erzbischof Franz Lackner.

Zu den Neuerungen zählt heuer eine erstmals angebotene englischsprachige "Crossculture Religious Studies SummerSchool" statt. Die englischsprachige SummerSchool unter der Leitung des Salzburger Religionswissenschaftlers Martin Rötting will besonders junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Bereich religionsbezogener Forschungen vernetzen. Das Projekt wird von einer Kooperation von Universitäten aus Haifa, München, Seoul, Nairobi, Yogyakarta und Salzburg getragen.

Keinen Zweifel an der Dringlichkeit des Themas lässt Hochschulwochen-Obmann Martin Dürnberger: "Zwar verfügen unsere Gesellschaften über so viel Wissen, Technologien, Know-how wie nie zuvor - aber dieser Wissensüberschuss nimmt uns nicht ab, dass wir selbst navigieren und handeln müssen." Das Wissen um den Klimawandel beispielsweise übersetzte sich ja nicht von selbst in neue politische Handlungslogiken, "das Wissen um eine Pandemie erzeugt nicht von selbst gesellschaftlichen Gemeinsinn, das Wissen um Missbrauch verändert nicht sich von sich aus institutionelle Logiken". Entsprechend brauche es "Thinktanks" wie die Hochschulwochen, um "mit großen Denkerinnen und Denkern über große Fragen zu diskutieren", so Dürnberger.

(Infos und Anmeldung: www.salzburger-hochschulwochen.at)

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