Epiphanie

Dom zu Salzburg

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Liebe Schwestern und Brüder!

Zu meinen frühesten und eindrücklichsten Kindheitserinnerungen von Weihnachten gehören der Besuch der Krippe in der Kirche und der Besuch der heiligen drei Könige in unserem Haus. Bis auf den heutigen Tag prägen für mich beide Begegnungen wesentlich Weihnachten: der Anblick des Kindes in der Krippe und die zumeist von Kindern vorgetragene Geschichte von den heiligen drei Königen. Was mir in unserer modernen Zeit fehlt ist der Geruch des Weihrauchs. Die Sternsinger streuten nämlich Weihrauchkörner auf die heiße Herdplatte, so dass die Küche, wo es sonst immer nach Essen roch, vom Weihrauchduft erfüllt wurde. In zentral geheizten Wohnräumen ist das heute nicht mehr ohne weiteres möglich, jedoch müssen wir auf den Duft des Weihrauches nicht gänzlich verzichten. In der Weihnachtszeit findet gleich mehrmals Haussegnung statt; ein wohlriechender Ausgleich.

Epiphanie, das Hochfest der Erscheinung des Herrn ist der zweite Höhepunkt in der weihnachtlichen Zeit. In der Liturgie wird an diesem Tag die Geschichte von den Heiligen drei Königen gelesen, die aufgebrochen sind, um dem neu geborenen König zu huldigen. Denn sie sahen seinen Stern aufgehen. Von „Königen“ ist allerdings im Evangelium nicht die Rede; die jetzige Übersetzung spricht von Sterndeutern; im griechischen Urtext steht das Wort „magoi“, Magier. Damit ist ursprünglich kein Zauberer gemeint, sondern ein Priester der alten Religion Persiens.

Diesem Wort eignet, wie Papst Benedikt in seiner Jesustrilogie schreibt, eine erhebliche Bedeutungsbreite. Mit den Magiern, auf die sich das Matthäusevangelium bezieht, sind religiös-philosophische Weisheitslehrer gemeint und als solche waren sie durchaus sternenkundig. Papst Benedikt weist auf den entscheidenden Gedanken um den es im Evangelium geht hin: Die Weisen aus dem Morgenland, aus dem Land des Sonnenaufgangs, wie es auch bezeichnet wird, sind ein Anfang.

Sie stehen für den Aufbruch der Menschheit auf Christus hin. Sie eröffnen eine Prozession, die durch die ganze Geschichte hindurchzieht. … Sie stehen für die innere Erwartung des menschlichen Geistes, für die Bewegung der Religionen und der menschlichen Vernunft auf Christus hin.“   

Diese Magier, wie sie im Evangelium genannt werden, waren Gelehrte, sie konnten Sterne deuten. Offensichtlich waren sie in ihrem Wissen nicht eingeschlossen, sondern durchaus offen auf Neues, auf mehr, auf ein darüber hinaus.  Durch diese Aufmerksamkeit, vielleicht auch Sehnsucht, sahen sie einen Stern aufgehen, den Stern des neugeborenen Königs der Juden. Das ließ aufbrechen, um diesem König zu huldigen – nicht, um eine eine mögliche Konkurrenz für Herodes auszuschalten. Sie bringen, was sie an Kostbarem besitzen als Gaben dar. Gold steht für das Königliche; sie bringen ihr Gold dem neugeborenen König. Weihrauch steht für Anbetung, für die Anerkennung einer Letztinstanz, für Absolutes: „Wie Weihrauch steige mein Gebet auf zu dir…“ betet der Psalmist. Beten ist kein Handel im Sinne des „do ut des“ bei den heidnischen Völkern. Die dritte Gabe ist Myrrhe; Myrrhe steht für das Leid; Leben heißt immer auch Leiden. Mit diesen ihren Gaben kommen die Sterndeuter zum neugeborenen König. ER nimmt sie an und wird sie sich zu eigen machen.

Liebe Schwestern und Brüder, im sogenannten christlichen Abendland breitet sich mehr und mehr ein Neuheidentum aus. Ich werde nicht müde den Grund zu betonen: er liegt nach meinem Dafürhalten nicht in unseren Fehlern und Schwächen, sondern in unserem Können. Wir wissen so viel, wir vermögen sehr viel. Wir sind unserem Eigenen eingeschlossen, nicht offen für eine Begründung über uns hinaus. Aber fragen wir uns ehrlich: Sind wir in unseren Herzen wirklich zufrieden? Haben wir nicht weithin die Hoffnung aufgegeben?

Mir scheint, uns ist die Sehnsucht abhandengekommen. Wir schauen zwar sehr weit in das Weltall hinein, aber seinen Stern, den Stern des neugeborenen Königs, den vermögen wir nicht zu erspähen. Wir besitzen auch sehr viel Gold in den verschiedenen Variationen, dennoch befriedigt es nicht. Der griechische Milliardär Aristoteles Onassis sagte: „Wer sagt, dass Geld glücklich macht, beweist nur, dass er nie eines hatte.

Das Beispiel der heiligen drei Könige lehrt uns aufzubrechen. Die Sehnsucht nach Gott zu erneuern, das kann für uns heute bedeuten, den neu geborenen König zu suchen. Die Liturgie in dieser Weihnachtszeit lädt uns auf vielfältige Weise ein, das Kleine in uns zu entdecken, den Stall in unseren Herzen. Dort können auch wir einem Kind in der Krippe huldigen und unsere Opfergaben darzubringen.

„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens“, so hat der Engelschor in der Nacht, als Christus geboren,“ wurde gesungen.  

Epiphanie heißt „Erscheinung“ des Herrn, in Demut, Verborgenheit und Reinheit. Davon haben unsere Sternsinger in letzten Tagen Zeugnis gegeben. In großer Zahl sind von Haus zu Haus gezogen; haben zur Ehre Gottes gesungen, den Menschen eine wahrhaft Frohe Botschaft verkündet und für Arme und Bedürftige gesammelt. Dieses Zeugnis von Kindern, unterstützt von vielen Begleiterinnen und Begleitern, ist pures Gold, dargebracht dem neu geborenen König. Eine Großtat des Glaubens und der Barmherzigkeit. Berührt und beseelt von dem, was sich einst in Betlehem ereignet hat, lässt sie auch uns heute umkehren und - mit den Worten der Sterndeuter – auf anderem Weg an die entscheidenden Orte unseres Lebens und Wirkens zurückzukehren. Amen.

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