Weihbischof: „Den Glauben nicht verstecken“

Erzdiözese feiert ihre Diözesanheiligen Rupert und Virgil

24.09.2021

SALZBURG (eds-24. 9. 2021) / Freitagvormittag feierte die Erzdiözese Salzburg ihre Diözesanheiligen Rupert und Virgil. In einer feierlichen Prozession brachte Weihbischof Hansjörg Hofer in Stellvertretung für Erzbischof Franz Lackner, der sich derzeit bei der Vollversammlung der europäischen Bischöfe in Rom befindet, gemeinsam mit gemeinsam mit Alterzbischof Alois Kothgasser, Erzabt Korbinian Birnbacher, zahlreichen Priestern, Diakonen, Ordensleuten und Gläubigen die Reliquien des heiligen Rupert von der Stiftskirche St. Peter in die Salzburger Bischofskirche.

Ich habe manchmal den Eindruck, „dass wir uns hin und wieder ganz gerne eine Tafel umhängen würden mit der Aufschrift: ‚Bitte um Entschuldigung: Ich bin ein Christ!‘“, betonte Weihbischof Hansjörg Hofer in seiner Festpredigt im Dom. Als Christen brauchen wir uns nicht zu genieren, unseren Glauben zu zeigen: „Nicht aufdringlich, verbissen und kämpferisch und schon gar nicht fanatisch und mit Gewalt“, sondern „mit einem gesunden Selbstbewusstsein, in Dankbarkeit und in Freude und manchmal auch in großer Demut“, so Hofer weiter.

Dank an die vielen pfarrlichen Mitarbeiter

Er ermutigte die Mitfeiernden, ihren „Glauben nicht zu verstecken“, sondern „im Alltag des Lebens zu praktizieren“, damit er „unser ganzes Leben und auch unsere Gesellschaft mit seiner Leuchtkraft durchdringen kann“. Als Getaufte und Gefirmte seien wir auf alle Fälle alle dazu berufen, lebendige Zeugen für Jesus Christus zu sein! „Nicht mit vielen Worten, sondern mit dem Zeugnis unseres Lebens“, betonte Hofer und bedankte sich für bei den vielen pfarrlichen Mitarbeitern mit einem aufrichtigen „Vergelt’s Gott“.

Mit einer Bitte wandte sich der Weihbischof an den Salzburger Landespatron: „Hl. Rupertus, schenk uns allen Glaubenskraft, Glaubenseifer, Glaubensmut, Glaubenstreue, vor allem aber viel Glaubensfreude!“

Der heilige Rupert

Am 24. September feiert die Erzdiözese Salzburg das Hochfest der heiligen Diözesanpatrone Rupertus und Virgilius. Die beiden Heiligen sind zugleich auch Patrone des Landes und der Stadt Salzburg, daher wird dieser Tag auch als Salzburger Landesfeiertag begangen.

Rupert, geboren um 650 in Worms, war von adeliger Herkunft. Er wirkte Ende des 7. Jahrhunderts auf Ersuchen von Herzog Theodo II. als Bischof von Worms zuerst in der damaligen bayerischen Hauptstadt Regensburg und unterwies den Herzog und seine Gefolgschaft im „rechten“ katholischen Glauben. Als Geschenk dafür erhielt Rupert von Herzog Theodo schließlich Salzburg. Der Herzog schenkte ihm außerdem ein Drittel aller Salzvorkommen. Damit war die wirtschaftliche Basis für den Ausbau Salzburgs zum Missionszentrum gegeben.

In Salzburg gründete Rupert das Kloster St. Peter und das Frauenkloster am Nonnberg. Die stattliche Kirche, die Rupert zu Ehren des heiligen Petrus errichtete, lag auf dem Platz des heutigen Doms. Rupert kehrte 714 in seine Heimat zurück, wo er vermutlich am 27. März 718 verstarb. Seine Gebeine wurden vom heiligen Virgil anlässlich der Einweihung des Neubaus des Salzburger Doms am 24. September 774 nach Salzburg überführt. Rupert ist Schutzpatron Salzburgs, des Salzbergbaus und der Salzarbeiter. Dargestellt wird er als Bischof, der ein Salzfass trägt.

Rupertusfest

Noch bis Samstag, 26. September, lädt die Erzdiözese Salzburg zum Rupertusfest ein. Ein buntes kirchliches Programm mit Führungen und musikalischen Highlights findet rund um den Salzburger Dom statt:

Für Kinder gibt es auch dieses Jahr wieder die Rupert-und-Virgil-Schnitzeljagd. Kinder ab sechs Jahren lernen die beiden Salzburger Heiligen und ihre wichtigsten Lebensstationen kennen. Der Schnitzeljagdplan ist am 24. und 25. September von 11 bis 18 Uhr beim Stand des Infopoint Kirchen abzuholen.

Im Dom, Domquartier, St. Peter und der Kollegienkirche werden Spezialführungen angeboten. Am Rupertitag finden um 19 und 21 Uhr in der Bischofskirche Break-Dance-Aufführungen mit Künstler Chriss Cross zu Ehren der drei Diözesanpatrone statt. Unter dem Titel „Ungehörtes, unerhört gut!“ sind Saxofon- und Orgelklänge von Gregor Unterkofler und Alexandra Lassnig-Walder zu hören.

In der Stiftskirche St. Peter lädt am 24. September um 16 Uhr Orgelmusik zum Verweilen ein. Das ausführliche Programm finden sie unter: www.eds.at/rupertusfest.

 

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