Suppenessen für mehr Klimagerechtigkeit

SALZBURG (eds) / Zum traditionellen Benefiz-Suppenessen der Katholischen Frauenbewegung (kfb) im Kapitelsaal kamen am 7. März neben Erzbischof Franz Lackner, Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf und Vertreterinnen der Katholischen Frauenbewegung Salzburg auch zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Kirche, Politik und Gesellschaft zusammen. Auf die rund 150 Teilnehmenden warteten drei Suppen, welche auch in diesem Jahr unter anderem von Didi Maier und seinem Team zubereitet wurden. Schülerinnen und Schüler der Landesberufsschule Obertrum und der zweite Jahrgang der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe des Ausbildungszentrums St. Josef steuerten die anderen beiden Suppen bei. „Es ist eine große Ehre für mich, dieses Benefiz-Suppenessen begleiten zu dürfen, da ich so eine lange Familientradition fortführen kann. Meine Mutter begann im Jahr 2000 mit dem Kochen der Suppe und ich darf nun ihr Nachfolger sein“, so Haubenkoch Maier. Für den Service sorgten Studierende des „Institute of Tourism & Hotel Management“ der Tourismusschulen Salzburg.
Frauen in Kolumbien im Einsatz für mehr Klimagerechtigkeit
Das Benefiz-Suppenessen ist Teil der Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung, die sich in diesem Jahr mit der Klimaungerechtigkeit im globalen Süden beschäftigt. Der Fokus liegt auf Kolumbien, wo Ausbeutung und Zerstörung von Umwelt- und Lebensraum zur Klimaungerechtigkeit beitragen. „Wer Klimagerechtigkeit ernst nimmt, achtet auf allen Ebenen darauf, allen Menschen eine lebenswerte und gerechte Grundlage zu ermöglichen. Schaffung von Frieden, gesellschaftlichem Wandel und Schutz von Umwelt und Lebensraum sollten dabei höchste Priorität haben“, sagt die kfb-Vorsitzende Michaela Luckmann. Erzbischof Franz Lackner teilte in seinem Grußwort eine persönliche Geschichte aus einer Reise mit Jugendlichen nach Brasilien. „Das Ausmaß der Zerstörung des Regenwaldes und der verlassenen Fabriken in den Gegenden, in denen wir unterwegs waren, war schockierend. Dennoch kommen die Indianerinnen und Indianer, die dort waren, jedes Jahr zurück, weil ihre Toten dort begraben sind.“ Er fügte hinzu, dass die dort ansässigen Franziskaner es nun gemeinsam mit den Stämmen geschafft haben, dieses Land wiederzubekommen. Ein Zeichen dafür, was beherztes Engagement bewirken kann. Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf betonte die Wichtigkeit des Benefiz-Suppenessens, da dort gelebte Solidarität Gesichter bekomme und hob an dieser Stelle auch die Frauen mit ihrem Einsatz für das Gute hervor.
„Wir sind nicht allein. Wir sind viele“
Unter diesem Motto arbeitet die Organisation „Sercoldes“, die sich in Kolumbien seit mehr als 50 Jahren für Frauenrechte und Klimagerechtigkeit einsetzt. Sie organisiert in einer nach wie vor patriarchal geprägten Gesellschaft Seminare und Workshops zu Frauenrechten, Gleichberechtigung, Friedenssicherung, Umweltschutz und fördert den Austausch unter den Frauen. Kolumbien gilt als sehr gefährlich für Umweltschützerinnen und -schützer. 79 von ihnen wurden nach Angaben des Global Witness Report im Jahr 2023 ermordet. Die Aktivistinnen und Aktivisten werden von der Katholischen Frauenbewegung für ihre Mission unterstützt. Der Erlös des Benefiz-Suppenessens in Salzburg, Tirol und der vielen anderen Fastensuppenessen in der gesamten Erzdiözese ist dafür ein wichtiger Beitrag.
Wenn Sie das Projekt unterstützen wollen, finden Sie unter folgendem Link die Spendeninformationen: https://www.teilen.at/spenden