Salzburgs Weihbischof zeichnet verdienten Mesner aus

Der päpstliche Silvesterorden ging an den früheren Mesner-Bundesvorsitzenden und Pfarrmesner in Hartberg.

12.10.2021

SALZBURG (eds) / Als wertvolle „Hausmeister im Gotteshaus“ beschrieb der Salzburger Weihbischof Hansjörg Hofer am Montagabend in der Pfarrkirche Mülln Mesnerinnen und Mesner. Einen besonders verdienten Mann zeichnete er bei der Dankmesse mit dem päpstlichen Silvesterorden aus: Josef „Sepp“ Fink aus der steirischen Pfarre Hartberg. Dort kümmert er sich seit mehr als 40 Jahren um die Pfarrkirche. Auch auf Österreich-Ebene zeigte Fink großen Einsatz: 22 Jahre war er Bundesvorsitzender der Österreichischen Mesner-Gemeinschaft, außerdem wirkte er als Diözesanleiter von Graz-Seckau.

Zahlreiche Aufgaben machen den Dienst so wichtig

Wer Mesnerin oder Mesner ist, kümmert sich um mehr als um das tägliche Auf- und Zusperren von Kirchen. „Es ist auch ein Dienst am Priester und ein sakraler Dienst“, sagt Weihbischof Hofer und nennt in seiner Predigt einige der wichtigsten Tätigkeiten: „Mesnerinnen und Mesner zünden Kerzen an, läuten die Glocken, machen die Kirche sauber, ziehen Priester für liturgische Feiern an, halten die Paramente (Messgewänder) sauber, entlasten Priester, richten Kelch, Ziborium (Aufbewahrung der gewandelten Hostien), Hostienschale und liturgische Bücher her, verwahren die heiligen Öle und sorgen für das ewige Licht.“

Der verliehene Silvesterorden ist nach Papst Silvester I. (314–335) benannt und wird an Laien, Frauen und Männer, vergeben. Papst Gregor XVI. hat ihn 1841 gestiftet. Der päpstliche Ritterorden besteht aus einem goldenen, weiß emaillierten Kreuz mit dem Bild Papst Silvesters. Das Band, an dem der Orden hängt, ist schwarz und mit feinen Linien verziert.

Mehr über den „Ausgezeichneten“ Josef Fink

Martin Salzmann – er hielt nach dem Dankgottesdienst auch die besonders wertschätzende Laudatio – berichtet für die Österreichische Mesner-Gemeinschaft: „Bereits mit 20 Jahren übernahm Sepp Fink den hauptamtlichen Mesnerdienst an der Stadtpfarrkirche von Hartberg, wo er mittlerweile seit 40 Jahre diesen besonderen Dienst versieht.

Neben seiner Tätigkeit als Mesner brachte er sich schon bald aktiv in der diözesanen Mesner-Gemeinschaft ein. Sein Engagement führte 1987 dazu, dass er in das Amt des Diözesanleiters der Mesner-Gemeinschaft der Diözese Graz-Seckau gewählt wurde und es bis heute innehat.

Seine Funktion als Diözesanleiter brachte ihn zur Österreichischen Mesner-Gemeinschaft, die als Dachverband für alle Diözesanverbände in Österreich wie auch für Südtirol fungiert. Von 1997 bis 2019 übernahm Josef Fink als Bundesvorsitzender für 22 Jahre die Leitung dieses Verbandes.

Die Österreichische Mesner-Gemeinschaft unterstützt die angeschlossenen diözesanen Mesner-Gemeinschaften in der Erfüllung der ihnen eigenen Aufgaben. Dies geschieht vor allem durch gemeinsame Veranstaltungen und überdiözesane Initiativen und Einrichtungen. Besonders sind dies die Förderung des persönlichen religiösen Lebens und der religiösen Weiterbildung der Mesner, der Berufsausbildung und Weiterbildung, des gemeinsamen Austausches der jeweiligen Diözesanverbände und die Förderung einer gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit der Mesner-Gemeinschaften.

Neben seiner Funktion als Bundesvorsitzender der Österreichischen Mesner-Gemeinschaft übernahm er auch die Aufgabe des Redakteurs der Standeszeitschrift ,Katholische Mesner‘, welche er mit viel Umsicht wahrnahm.

Besondere Verdienste erwarb sich Fink um die jährlich stattfindenden Dommesner-Treffen in Österreich, die er initiierte und regelmäßig organisiert.

Fink hat sein Wirken in hohem Ausmaß dem Wohle der Kirche in seiner Heimatgemeinde, seiner Diözese und der Kirche in Österreich gewidmet. Sein besonderes Engagement galt dem Stand der Mesner in der österreichischen Kirche, welchen er an erster Stelle vertrat und über viele Jahre mit viel Verantwortung in die Zukunft führte.“

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