Salzburg bekommt erstmals eine Domkapellmeisterin

Die deutsche Kirchenmusikerin, Pädagogin, Organistin und Chorleiterin Andrea Fournier – zuletzt in Graz tätig – folgt am 1. September auf János Czifra

Salzburger Dommusik

11.05.2022

SALZBURG (eds) / Nach mehr als drei Jahrzehnten unter János Czifra bekommt die Leitung der Salzburger Dommusik in wenigen Monaten ein neues – erstmals weibliches – Gesicht. Die im deutschen Allgäu geborene Andrea Fournier, Kirchenmusikerin, Organistin und Spezialistin für Kinder- und Jugendchorarbeit auf höchstem Niveau, verlässt nach 25 Jahren ihre Wahlheimat Graz und wird mit 1. September neue Domkapellmeisterin in Salzburg. Im intensiven Auswahlverfahren, inklusive einem Probedirigieren, setzte sich die 48-Jährige unter 26 Bewerberinnen und Bewerbern aus mehr als zehn Nationen durch.

Langjähriger Fokus auf der Arbeit mit Kinder- und Jugendchören

„Andrea Fournier ist höchstqualifiziert, charismatisch sowie musikalisch eine sehr gereifte Persönlichkeit. Und sie hat sich ganz bewusst schon früh für die Kirchenmusik mit ihrem ganz speziellen Charakter entschieden“, schwärmt Domkustos Johann Reißmeier von der vielfach ausgezeichneten Künstlerin. Für ihre Chorarbeit wurde ihr 2019 der Erwin-Ortner-Preis verliehen, erst heuer würdigte sie das Land Steiermark für ihr Engagement im Kinder- und Jugendchorwesen mit dem „Nikolaus-Harnoncourt-Stipendium für musikalische Bildung junger Menschen“. An der Oper Graz leitet Fournier derzeit noch die Singschul´, einen mehrfach international prämiierten Nachwuchschor. Seit 1998 ist sie als Organistin und Chorleiterin der Stadtpfarre Graz eine fixe Größe in der Kirchenmusik der steirischen Landeshauptstadt.

„Die Kompetenz in der musikalischen Kinder- und Jugendarbeit war für uns ein wichtiger Punkt, da wir diesen Bereich auch hier in Salzburg sehr fördern“, sagt Domkustos Reißmeier. Neben der Nachwuchskompetenz konnte Andrea Fournier beim Probedirigieren auch die arrivierten Kräfte in der Dommusik überzeugen. „Wir haben beim Auswahlverfahren sehr darauf geachtet, dass auch der Domchor und das Orchester der Dommusik eingebunden sind. Dort ist sie ebenfalls gut angekommen und sofort akzeptiert worden“, betont Reißmeier.

„Wir werden viel schöne Musik machen“

Andrea Fourniers erste Reaktion: „Es ist eine große Ehre und ich glaube, dass die Aufgaben in Salzburg sehr vielseitig sein werden. Da gibt es so viele Möglichkeiten, so viele Ideen, so viele motivierte Menschen, so viel umzusetzen. Ich freue mich, dass wir gemeinsam ganz viel schöne Musik machen werden.“

 

 

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