Ein neuer „Tisch des Herrn“ für die Erzdiözese

Weihbischof Hansjörg Hofer weihte neuen Volksaltar und Ambo in Bischofshofen.

17.10.2021

BISCHOFSHOFEN (eds) / Die auf historischem Boden errichtete und kunsthistorisch höchst bedeutende Buchbergkirche in Bischofshofen wurde in den letzten Jahren generalsaniert. Mit der Einweihung des neuen Altars und Ambos durch Weihbischof Hansjörg Hofer fanden die Arbeiten nun einen offiziellen Abschluss.

Buchbergkirche – das sakrale Kleinod in Bischofshofen

Die erstmals 1370 erwähnte Buchbergkirche in Bischofshofen ist ein Kleinod unter den Salzburger Kirchen. Aufgrund ihrer einzigartigen Lage ist sie beliebt als Tauf- und Hochzeitskirche, aber auch als Ruhe- und Kraftplatz für viele Ausflügler.

Seit 2015 wurde die Kirche etappenweise generalsaniert. Zunächst wurden Kirchendach und Turm mit Lärchenschindel eingedeckt. In einem nächsten Schritt erfolgten die Außen- und Innenrestaurierung. Zum Abschluss wurden der Glockenstuhl und die Glockenläutanlage saniert und die beiden aus dem 16. bzw. 17. Jahrhundert stammenden historischen Glocken gereinigt.

Der Altar ist Symbol für Christus

„Mit der heutigen Weihe des Altares ist nun der krönende Abschluss der Renovierung erreicht“ sagte Weihbischof Hansjörg Hofer in seiner Festpredigt. Der Altar sei „das Zentrum“ und auch“ die Mitte einer jeden Kirche“, denn für uns Christen ist der „Altar ein Symbol für Jesus Christus“, so Hofer weiter. „Auf dem Altar feiern wir Christen bei jeder Messfeier das Gedächtnis des Todes und der Auferstehung unseres Herrn.“ Zugleich sei der Altar aber auch der „Tisch des Herrn“. Seit den Tagen der Apostel „versammeln sich die Christen um den Tisch des Altares, um das zu tun und zu feiern, was Jesus beim Letzten Abendmahl zum ersten Mal getan hat“.   

Altar und Ambo aus einem Stein   

Altar, Ambo und der Osterkerzenleuchter wurden aus einem Findling von dem zu Oberberg gehörendem Zulehen Arlstein, gefertigt. Der Findling wurde unter fachkundiger Anleitung des Bischofshofener Geologen Gert Furtmüller in aufwändigen Arbeitsschritten geborgen und für den Abtransport in die Steinmetzwerkstatt bearbeitet und geteilt. Leonhard Stock, Bauer zu Oberberg sowie zahlreiche Helfer aus der Buchberger Bevölkerung zeichnen für die Umsetzung verantwortlich.

„Die gesamte Sanierung wurde durch die finanzielle Unterstützung der Erzdiözese Salzburg, der Stadtgemeinde Bischofshofen, des Bundesdenkmalsamtes, des Landes Salzburg, durch Spenden der Bischofshofener Bevölkerung und Eigenmittel der Pfarre sowie durch unzählige Arbeitsschichten der Buchberger Bevölkerung ermöglicht,“ so Hans Rabl, Obmann des Pfarrkirchenrates von Bischofshofen und hauptverantwortlich für die Finanzierung und Planung des Gesamtprojektes.

Die Buchbergkirche ist nicht nur ein Raum für religiöse Feiern, sondern auch kunsthistorisch von großer Bedeutung. Die mit 1641 bezeichnete Holzkassettendecke ist eine Rarität. Das Epitaph „Die Grablegung Christi“ ist von hohem künstlerischen Wert und die Heiligenfiguren Rupert und Virgil zeugen von qualitätsvoller Arbeit. Die den beiden Wasserheiligen Primus und Felizian geweihte Kirche erinnert an das Martyrium des Brüderpaares in der Diokletianischen Christenverfolgung.

 

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