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Breviarium Romanum, Pars Hiemalis, Antwerpen 1688
Die 1555 in Antwerpen von Christoph Plantin (oder Christoffel Plantijn bzw. Christophorus Plantinus) gegründete Druckerei, Typographia Plantiniana, war eine der größten ihrer Zeit und wird auch als die erste industrielle Buchdruckerei bezeichnet. Die vorliegende Brevierausgabe ließ Balthasar III. Moretus (1646–1696) drucken und verlegen.
Wie in den Ausgaben der lateinischen Gebetstexte des Stundenbuches üblich, findet sich auch hier vor den Abschnitten zu Epiphanie (Fest der Erscheinung des Herrn, 6. Jänner) ein Kupferstich eines nicht genannten Stechers, der die Szene der Huldigung durch die „Weisen aus dem Morgenlande“ im Stall von Bethlehem zeigt.
Das Exemplar gehört zur Servitenbibliothek Rattenberg, die von der DBS verwaltet wird. Handschriftlich ist vermerkt, dass ein Paris Antonio aus der Commune di Rumo im Distrikt Cles (damals zu Tirol gehörig) es 1880 in Rattenberg hinterlassen hat.
Signatur: Rat 2397
Küsel, Melchior: Icones Biblicæ Veteris Et Novi Testamenti Icones Biblicae Novi Testamenti = Figuren über die Biblische Historien Neuen Testaments, Augsburg 1679 (VD17 12:651707G)
Der Augsburger Kupferstecher Melchor Küsel (1626–1683) gilt als einer der begabtesten Schüler des Matthäus Merian und als einer der herausragendsten Vertreter der barocken Augsburger Buchkunst. Das auch unter dem Namen Augsburger Bilderbibel bekannte Werk, 1679 in Augsburg erschienen, ist eine Sammlung von Stichen zu biblischen Geschichten, meist nach Vorlagen berühmter Maler gefertigt. Unter dem Stich ist jeweils ein Text des Augsburger Gelehrten Johann Croph (1636–1686), lateinisch und deutsch, zu lesen. Aus dem vierten Band des fünfteiligen Werkes wird hier der Stich Anbetung durch die Magier (sog. Hl. Drei Könige oder Sterndeuter, Mt 2,9–11) gezeigt.
Das Exemplar stammt aus der Priesterhausbibliothek, enthält aber auch den Stempel des ehemaligen Konsistorialarchivars und Kunstgeschichtedozenten Franz Xaver Traber (1888–1954).
Signatur: 17D 926.4, Provenienz: Priesterhausbibliothek
Dr. Bernhard Humpel

