Marienfeiertag: Mit Glaube und Hoffnung Pandemie begegnen

Erzbischof Lackner: "In Maria hat Gott ein kleines Stückchen Paradies bewahrt."

Osterfeier im Dom zu Salzburg Salzburger Dom Erzbischof Franz Lackner Foto: Franz Neumayr 20.4.2019

09.12.2021

SALZBURG (kap/eds) / Österreichs Bischöfe haben am 8. Dezember dazu aufgerufen, mit Glaube, Hoffnung und Gebet der Pandemie zu begegnen sowie auf das Verbindende zu achten. Erzbischof Franz Lackner sprach wörtlich von einer durch das Virus verursachten "Katastrophe", und von gesellschaftlichen Spaltungen infolge der Pandemie. Demgegenüber brauche es "Glaube, Hoffnung, Erinnerung und Besinnung auf den guten Anfang in Gott", so der Salzburger Erzbischof unter Bezugnahme auf den Marienfeiertag. Denn dieser mache deutlich: "In Maria hat Gott ein kleines Stückchen Paradies bewahrt."

In seiner Predigt erinnerte Lackner an den Franziskanerpater Petrus Pavlicek, den Gründer des Rosenkranzsühnekreuzzugs in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Seither bete die Gebetsgemeinschaft segensvoll um Frieden in der Welt und in den Herzen der Menschen. "Dieser Gebetsbewegung wollen wir uns anschließen und viele Menschen einladen zu beten, so der Erzbischof, denn: "Geeintes Gebet ist eine Kraft, das die Barmherzigkeit Gottes auf uns herabzieht."

Regierung gebührt Respekt und Vertrauensvorschuss

Erzbischof Franz Lackner hat die politischen Kräfte zu einem Mindestmaß an Gemeinsamkeit aufgerufen und sich für einen Vertrauensvorschuss der neuen Regierung gegenüber ausgesprochen. Kaum angelobt hätte es aus den Nachrichtengeräten gedröhnt: "Keine Schonung, keine 100-Tagefrist." Auch habe es sofort den Ruf nach Neuwahlen gegeben. Zudem scheine "in unserer Kommunikationswelt weithin nicht eine Hermeneutik des Vertrauens, sondern des Verdachts zu herrschen", merkte der Vorsitzende der Bischofskonferenz im Rahmen seiner Predigt am Marienfeiertag im Salzburger Dom kritisch an und hielt dem entgegen:  "Jeder ehrliche Anfang verdient Respekt und einen Vorschuss an Vertrauen."

"Die großen Probleme, deren es in unserer Zeit nicht wenige gibt, werden wir nur mit einem Mindestmaß an Gemeinsamkeit schaffen", zeigte sich der Salzburger Erzbischof überzeugt. Unmittelbar nach der Angelobung der neuen Regierungsmitglieder am Montag hatte der Vorsitzende der Bischofskonferenz bereits betont, dass Österreich gerade jetzt zur Bewältigung der Pandemie mit ihren weitreichenden Folgen eine stabile Regierung und gute Entscheidungen brauche.

Daher sei es zu begrüßen, dass sehr rasch und verantwortungsvoll die nötigen personellen Entscheidungen getroffen wurden, um die Regierungsarbeit in der Koalition fortzusetzen. Bundeskanzler Karl Nehammer und den neuen Ministerinnen und Ministern in der Regierung wünschte der Erzbischof "für den so wichtigen Dienst alles Gute, Weisheit und Segen".

>>> Predigt von Erzbischof Franz Lackner im Wortlaut

EDS Logo

Ihr Browser oder dessen Version ist veraltet und diese Seite damit nicht darstellbar. Bitte besuchen Sie unsere Seite mit einem aktuellerem Web-Browser. Auf der Webseite browsehappy.com finden Sie eine Auswahl an aktuellen Web-Browsern und jeweils einen Link zu der Herstellerseite.