Erzbischof Franz Lackner eröffnet Rosenkranz-Sühnekreuzzug-Jubiläumsjahr

Die Pontifikalfeier mit Schubert-Messe findet am 5. Jänner in Wiener Franziskanerkirche statt.

29.12.2021

WIEN (kap) / Das Jahr 2022 ist ein Jubiläumsjahr für die unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs gegründete Gebetsgemeinschaft "Rosenkranz-Sühnekreuzzug" (RSK). Eröffnet wird es vom Salzburger Erzbischof Franz Lackner im Rahmen einer Pontifikalfeier am Mittwoch, 5. Jänner, in der Wiener Franziskanerkirche: Um 15.45 Uhr wird gemeinsam der Rosenkranz gebeten, die Heilige Messe folgt um 16.30  Uhr - dabei wird Franz Schuberts Messe in B-Dur erklingen.

Im Verlauf der Jahres 2022 sind zahlreiche weitere Veranstaltungen zum RSK-Jubiläumsjahr geplant, etwa ein Festgottesdienst mit Franziskaner-Provinzial P. Fritz Wenigwieser am 2. Februar, dem Hochfest Mariä Lichtmess, an dem die Gebetsgemeinschaft für den Frieden 1947 durch den Franziskanerpater Petrus Pavlicek gegründet wurde. An jedem dritten Sonntag im Monat lädt die Gemeinschaft zu einem "Gebet für die Kirche, für Österreich und die Welt" in die Wiener Franziskanerkirche, wo alle Festlichkeiten stattfinden. Dort wird am 30. April 2022, zwei Wochen nach Ostern, auf Großleinwand der neueste der drei Filme, die der RSK initiiert hat, gezeigt: "Wozu Kirche?" lautet der Titel dieses "Oster-Kinos".

Weitere Höhepunkte sind eine Fatimafeier mit Domdekan Rudolf Prokschi am 13. Mai und die traditionelle Maria-Namen-Feier am 10. sowie 11. September, jeweils im Stephansdom. Abgeschlossen wird das Jubiläumsjahr mit zwei Gottesdiensten im Dezember 2022: Am 14. Dezember wird der 40. Todestag von P. Petrus Pavlicek unter der Leitung des dann 90-jährigen Geistlichen Assistenten des RSK, P. Benno Mikocki, gefeiert. Und am 18. Dezember, dem vierten Adventsonntag, beschließt eine Pontifikalfeier das Jubiläumsjahr mit Kardinal Christoph Schönbornund einem musikalischen Highlight: Joseph Haydns Nicolai-Messe zum 250-Jahr-Jubiläum der Komposition und Uraufführung.

Kardinal Schönborn und der selbst aus dem Franziskanerorden stammende Erzbischof Lackner haben seit 2015 die Patronanz für den RSK übernommen. Lackner hatte die Salzburger Katholiken kurz vor Weihnachten zum Rosenkranzgebet für den Frieden aufgerufen. "Gerade unsere Zeit braucht geeintes Gebet", erklärte der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz in einem Brief an Gläubige seiner Erzdiözese.

Charismatische Gründergestalt

Frieden und "Nie wieder Krieg" war auch das Anliegen, das der in Innsbruck geborene und in Wien und Böhmen aufgewachsene P. Petrus Pavlicek (1902-1982) mit dem Rosenkranz-Sühnekreuzzug verband. Der 1941 geweihte, davor verheiratete und spätberufene Ordenspriester erlebte die Schrecken des Weltkriegs hautnah mit: 1942 wurde er wegen Wehrdienstverweigerung von der Gestapo verhaftet und vor ein Kriegsgericht gestellt, von diesem jedoch freigesprochen. Pavlicek musste als Sanitäter an der Westfront dienen und geriet 1944 in amerikanische Kriegsgefangenschaft. In Cherbourg wirkte er bis zum Kriegsende als Lagerpfarrer und erfuhr dabei zum ersten Mal von den Marienerscheinungen in Fatima.

Am 2. Februar 1946 pilgerte er als Dank für die glückliche Heimkehr vom Zweiten Weltkrieg in den Marienwallfahrtsort Mariazell. Dort hatte Pavlicek eine an die Botschaft von Fatima erinnernde Eingebung, ein Jahr darauf gründete er den "Rosenkranz-Sühnekreuzzug um den Frieden in der Welt". Monatliche Andachten für den Frieden folgten ab September 1948 in der Wiener Franziskanerkirche - heute die letzte Ruhestätte Pavliceks. Ab 1950 organisierte der RSK-Gründer im September die jährliche Maria-Namen-Prozession über die Wiener Ringstraße. Größtes Gebetsanliegen damals, dem Zehntausende und die Regierungsspitze folgten, war die Freiheit Österreichs, die mit dem Staatsvertrag 1955 Wirklichkeit wurde. Die Gebetsgemeinschaft leitete der Ordensmann bis zu seinem Tod. Unter dem Motto "Beten für den Frieden" verband er Millionen Menschen in vielen Ländern der Welt. Heute gehören dem RSK Gläubige in 132 Ländern an. Pavliceks bekanntes Wort "Geeintes Gebet ist eine Macht, die Gottes Barmherzigkeit auf diese Welt herabzieht" wird von Gläubigen angesichts der globalen Situation als Gebot der Stunde empfunden.

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