Weltkirche im Kleinen leben – mit Partnern aus vier Kontinenten

Erzbischof Franz Lackner feierte mit Vertretern der Partnerdiözesen und Sternsingern.

06.01.2022

SALZBURG (eds) / „Die wunderbare Idee der Dreikönigsaktion ist das Kleingedruckte in einer systemisch groß und behäbig gewordenen Kirche.“ Das hat Erzbischof Franz Lackner beim heutigen Gottesdienst im Dom unterstrichen, den er gemeinsam mit Vertretern der Salzburger Partnerdiözesen feierte – auch Sternsinger aus Siezenheim waren in den Dom gekommen.

Sternsinger und Partnerdiözesen stehen am 6. Jänner im Mittelpunkt

Am 6. Jänner feiert die Katholische Kirche das Hochfest der Epiphanie, der Erscheinung des Herrn. In der Bevölkerung ist der 6. Jänner auch als Festtag der Hl. Drei Könige bekannt. In der Erzdiözese Salzburg hat der 6. Jänner noch eine Bedeutung: Der Tag steht im Zeichen der Partnerdiözesen. Seit mehr als 50 Jahren ist die Erzdiözese mit Daegu in Südkorea, Bokungu-Ikela in der Demokratischen Republik Kongo und San Ignacio de Velasco in Bolivien verbunden.

„Gemeinsam sind wir Kirche und wir üben uns darin, immer auch eine universale, weltkirchliche Dimension einzubringen. Wir vier Partnerdiözesen sind auf vier Kontinenten und versuchen eine Weltkirche im Kleinen zu leben“, sagt Markus Roßkopf, der in der Erzdiözese Salzburg dafür maßgeblich verantwortlich ist. Er ist Referent für Weltkirche und Geschäftsführer der Diözesankommission für Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit (DKWE) in der Erzdiözese Salzburg.

Erzbischof Franz Lackner würdigte Dreikönigsaktion

Beim Festgottesdienst, den die Menschen auch via Livestream mitfeiern konnten, würdigte Erzbischof Franz Lackner das besondere „Werk der Barmherzigkeit“ der Dreikönigsaktion (DKA) und aller Sternsingerinnen und Sternsinger. Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar sei die „authentische Entsprechung zu dem, was die drei Weisen bewegt und getan haben“, sagte Lackner beim Festgottesdienst im Salzburger Dom.

Die Sternsinger seien – wie die drei Weisen in biblischen Zeiten – frei von Berechnungen und Ideologien. Es sei „allein die Freude mitzutun, die sie antreibt“, so Lackner. Durch ihre unmittelbare Hilfe für Bedürftige seien die Sternsinger so etwas wie die belebende Fußnote, das Kleingedruckte. Danke! Vergelt's Gott!“

Video zum Tag der Partnerdiözesen

Papst Franziskus hat die Weltkirche von 2021 bis 2023 auf einen zweijährigen synodalen Prozess eingeschworen. Alle Getauften sind eingeladen mitzumachen: Erwachsene, Jugendliche, Gruppen und kirchliche Gremien sollen via Fragebogen ins Gespräch kommen.  Ziel sei es, allen Gläubigen Gelegenheit zu bieten, „aufeinander und auf den Heiligen Geist zu hören“, wie es Franziskus einmal formulierte. „Das ist auch auch eine besondere Einladung an uns und unsere Partnerdiözesen, damit die Freundschaft tiefer wird und wir noch mehr gemeinsam auf dem Weg sind“, ist Weltkirche-Referent Roßkopf überzeugt.

Wie die Ortskirchen auf den verschiedenen Kontinenten den Synodalen Prozess umsetzen zeigt ein Video mit kurzen Grußbotschaften aus Daegu, San Ignacio de Velasco, Bokungu-Ikela und Salzburg. Zu sehen war das Video für alle Mitfeiernden beim Livestream im Anschluss an den Gottesdienst. Gelegenheit zum Nachschauen gibt es auf den Internetseiten der Erzdiözese Salzburg: www.eds.at oder www.eds.at/weltkirche

Das hält die Diözesanpartnerschaften 2022 lebendig  

Unter dem Vorbehalt der Covid-19-Pandemie ist für 2022 einiges geplant, um die Dizöesanpartnerschaften weiter lebendig zu halten. So sollen im Juli Jugendliche aus den drei Partnerdiözesen nach Salzburg kommen – eine größere Gruppe aus Daegu in Südkorea und kleinere aus Bokungu-Ikela in der Dem.-Rep. Kongo und aus San Ignacio de Velasco in Bolivien. Im Sommer reist eine Delegation aus Salzburg nach Bolivien und im Jänner 2023 soll es eine Begegnung aller Partnerbischöfe in Salzburg geben.

Zwei neue weltkirchliche Medien: Vier Diözesen – eine Partnerschaft

Das vergangene Pfingstfest brachte in der Erzdiözese Salzburg eine neue Weltkirche-Zeitung. Die erste Ausgabe von Welt.Kirche drehte sich um Menschenrechte. Die zweite Ausgabe widmet sich der Synodalität. „Ich bin sehr froh, dass wir eine Frau vom Synodenrat für einen Beitrag gewinnen konnten“, gibt Markus Roßkopf einen kleinen Ausblick auf das nächste Magazin, das Pfingsten diesen Jahres erscheint.

Zudem informiert eine neue Broschüre „vier Diözesen – eine Partnerschaft“ über die Geschichte, Zahlen und Fakten der Diözesen sowie die Bedeutung der Diözesanpartnerschaften.

Broschüre wie Welt.Kirche-Zeitung sind im Referat Weltkirche erhältlich. Zu bestellen unter 0662/8047-7610 oder weltkirche@eds.at bzw. Download unter www.eds.at/weltkirche

Drei offene Fenster in die Weltkirche

Seit mehr als 50 Jahren pflegt die Erzdiözese Salzburg Partnerschaften mit drei Diözesen auf drei Kontinenten: Daegu (Südkorea), San Ignacio de Velasco (Bolivien) und Bokungu-Ikela (Demokratische Republik Kongo). Die Initialzündung dazu erfolgte bei der Diözesansynode 1968, bei der auf ortskirchlicher Ebene die Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils umgesetzt werden sollten. Ziel war es den frischen Wind für die Ortskirche von Salzburg konkret und fruchtbar zu machen. In Salzburg fand damals die erste Diözesansynode im deutschsprachigen Raum nach dem Konzil statt. Seither gab es vielfältige Anknüpfungspunkte – in den vergangenen Jahren vor allem Jugendbegegnungen zwischen Salzburg und Daegu oder Brückenschläge in den Bereichen Musik und Schule mit San Ignacio. Zudem studier(t)en Priester aus Südkorea und der Demokratischen Republik Kongo in Salzburg.

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