Weltgebetswoche: Große Wasserweihe in Salzburg

Die orthodoxen Kirchen luden am Sonntag zum Fest an der Salzach.

Große Wasserweihe am Müllner-Steg.

24.01.2022

SALZBURG / Vom 18. bis 25. Jänner wurde auch in Österreich die internationale "Gebetswoche für die Einheit der Christen" begangen. Während dieser Ökumene-Woche kommen Christen aus unterschiedlichen Konfessionen zusammen, um gemeinsam für die Einheit der Christenheit zu beten.

Die orthodoxen Gemeinden in Salzburg versammelten sich am Sonntag, 23 Jänner, zur Großen Wasserweihe am Müllner Steg. Anlass dafür ist seit 2018 das Hochfest der Taufe Jesu Chrisi. Gesegnet wird dabei nicht nur das Wasser, sondern durch das Wasser die gesamte Schöpfung. Anwesend waren Archimandrit Ilias Papadopoulos (Griechisch-orthodox), Erzpriester Dragan Eric und Erzpriester Dumitru Viezuianu mit zahlreichen Mitgliedern aus ihren Gemeinden.

Durch die Anrufung des dreieinen Gottes, die Segnung des Wassers und das dreifache Eintauchen des Kreuzes in das Wasser, dass sich meistens in einem silbernen Behälter befindet, wird aus dem gewöhnlichen Wasser Weihwasser. Aus einem Gebet dieser Zeremonie geht hervor, dass das geheiligte Wasser „Quelle der Unsterblichkeit“, „Gabe der Heiligung“, „Vergebung der Verfehlungen“, „Heilung von Krankheit“ und „Vernichtung von Dämonen“ ist. Anschließend werden mit diesem heiligem Wasser die Gläubigen besprengt, die beim Herbeikommen das Kreuz küssen und dieses Wasser in Glasgefäßen mitnehmen, um ihre Wohnstätten, ihre Tiere, ihre Arbeitsstätten und  Gegenstände des täglichen Gebrauchs damit zu besprengen. Die Gläubigen bewahren dieses Wasser zu Hause auf und trinken jeden Morgen eine kleine Menge nach dem Morgengebet. 

Gemeinsames Ringen aller Konfessionen

Bereits am Freitag lud der Ökumene Arbeitskreis Salzburg zum zentralen Gottesdienst der christlichen Kirchen in die altkatholische Kirche im Schloss Mirabell. „Ich bin kein Hobby-Astronom, habe jedoch im Internet gefunden, dass es Sterne gibt, die am Himmel so nahe beisammenstehen, dass sie von der Erde aus gesehen als ein einziger Stern erscheinen. Ein schönes Bild für unsere ökumenische Wirklichkeit?“, fragt Pfarrer Martin Eisenbraun in seiner Predigt. Und weiter: „Ich möchte Ihnen aber nicht verschwiegen, dass diese Doppelt- oder Mehrfachsterne tatsächlich Lichtjahre voneinander entfernt sind. Gut – Lichtjahre sind wir nicht auseinander. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es eine ökumenische Bewegung.“ In Salzburg sieht Eisenbraun ein gemeinsames Ringen aller Konfessionen um den Umgang mit Flüchtlingen und die Aufnahme von unbegleiteten Flüchtlingen in Salzburg, wo Platz sei.

 

 

EDS Logo

Ihr Browser oder dessen Version ist veraltet und diese Seite damit nicht darstellbar. Bitte besuchen Sie unsere Seite mit einem aktuellerem Web-Browser. Auf der Webseite browsehappy.com finden Sie eine Auswahl an aktuellen Web-Browsern und jeweils einen Link zu der Herstellerseite.