Gott hat einen Plan für dein Leben

Weihbischof Hansjörg Hofer ermutigte Menschen, sich der eigenen Berufung zu stellen

Weihbischof Hansjörg Hofer bei der Maiandacht in Mülln

Weihbischof Hansjörg Hofer bei der Maiandacht in Mülln

12.05.2022

SALZBURG (eds) / „Entfalte, was Gott an Möglichkeiten in dich hineingelegt hat“, betonte Weihbischof Hansjörg Hofer bei einer feierlichen Maiandacht zum Weltgebetstag für geistliche Berufungen in der Pfarrkirche von Mülln in Salzburg gestern Abend. Das Referat Berufungspastoral der Erzdiözese Salzburg gestaltete die Liturgie. Die katholische Kirche betete am 8. Mai 2022 um geistliche Berufungen.

Es gelte Gottes DNA rauszufinden

Im Beisein zahlreicher Ordensangehöriger, Priesterseminaristen und Anwärter zum geistlichen Beruf wies der Referatsbischof der Bischofskonferenz für Berufungen auf den Zusammenhang zwischen dem Ruf Gottes und dem Gelingen des Lebens hin: „Er legt in jeden Menschen alles das hinein, was er braucht, um sich als Individuum, als Person, als Original so entwickeln zu können, dass sein Leben bestmöglich gelingt und so ein erfülltes Leben werden kann. Die DNA des Menschen ist also auf ,Glück und Erfüllung‘ angelegt.“ Die Berufung des Menschen bestehe nun darin, diese göttliche DNA, Gottes Idee und Plan zu erspüren, um herauszufinden, was Gott für das Leben des Menschen wolle, sagte Hofer.

Werde, wer du sein kannst

In seiner Predigt ging der Salzburger Hirte auf das Motto des diesjährigen Weltgebetstages ein: „Werde, wer du sein kannst.“ Dabei bemühte er den Vergleich Gottes mit einem Bildhauer: „Wie der Steinmetz für jede seiner Skulpturen eine Idee im Kopf hat, so hat auch Gott als Schöpfer für jeden Menschen einen Plan, eine Vorstellung, eine Idee vorgesehen.“ Nicht die persönliche Qualifizierung oder der eigene Erfolg stehen im Mittelpunkt der Berufung, sondern das, was Gott mit dem Leben eines jeden vorhat, „denn er ist es, der sagt: Werde, was du sein kannst“, erklärte der Weihbischof. Das Motto deute aber auch an, „dass viele ihre von Gott geschenkte Berufung nicht ausschöpfen und zur Entfaltung bringen.“ Deshalb gab Hofer zu bedenken: „Wir jedoch würden staunen, was Gott aus einem Menschen machen kann, wenn sich der Mensch ihm ganz öffnet.“

Drei Schritte, um die Berufung zu klären

Hofer empfahl einen Dreischritt, um die eigene Berufung zu erspüren, zu prüfen und zu erhalten: Wenn ein Mensch den Ruf Christi zu einem geistlichen und kirchlichen Beruf spürt und bereit ist, sich ernsthaft darauf einzulassen, dann „muss er erstens selbst wollen, zweitens sich von anderen helfen lassen und drittens fest auf Gott vertrauen“. Das heiße, die Berufung in Ruhe reifen zu lassen, damit sie nicht verloren gehe, konsequent, treu und zielbewusst an ihr dranzubleiben. Dazu brauche es immer ein Gegenüber, das helfe, die Berufung zu festigen. „Ein Berufener bzw. eine Berufene muss sich zweitens auch von anderen helfen lassen, denn allein, d. h. ganz auf sich selbst gestellt, wird der Weg zu schwer werden“, so Hofer. Mit diesen Worten brachte Hofer die Dimension der Verantwortung aller ins Spiel, die nicht vom kritischen Blick, sondern von der ehrlichen Beziehung und dem ehrlichen Gebet für die Berufenen lebe. Schließlich gehe es auch darum, den Menschen zu sagen, dass man sich für ihre Berufung freue, und junge Menschen konkret auf einen geistlichen Beruf anzusprechen.

Das Gottvertrauen stellt laut Hofer die dritte und entscheidende Prüfung auf dem Weg zur Berufung dar: „Die Berufenen aber sollten wissen, dass sie nur aus einer tiefen Verbundenheit mit Gott heraus Priester, Diakon, geistliche Schwester oder Ordenschrist sein können. Eine herzhafte, ganz persönliche Freundschaft mit Jesus ist darum die Basis und das Fundament einer jeden geistlichen und kirchlichen Berufung.“

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